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Mittwoch, 7. Januar 2015
Mittwoch, 7. Januar 2015
kuehnesmallworld, 08:19h
Was mache ich mit dem Computer, ohne dass er mehr mit mir macht als ich mit ihm?
Als könnten die Computerisierungsexperten unsere Gedanken lesen, sind sie besessen davon, an Implementierungen in Hirn und Haut zu basteln. Der computergesteuerte Mensch ist die Obsession. Fitness-Armbänder sind seit neuestem das Angebot. Sie sagen ihm, wann und wie er sich zu bewegen hat. Sie kontollieren seine Körperfunktionen hautnah, herznah, blutdrucknah undsoweiter. Eine nie dagewesene Kontrolle. Und doch erst der Anfang.
Die Gedanken sind frei, dichteten die Romantiker als ihnen die staatlichen Zensoren mit Kerker, Folter und Körperstrafen auf den Leib rückten. Wo ist heute unsere Freiheit? Wo sind die Ressourcen, wenn sie nicht mehr hinter der Stirn sind?:
In den Assoziationen und Kombinationen, ich bin so frei, die Antwort zu geben. Obwohl Fragen stellen viel nachdenklicher wirkt. Im Verschalten und Verknüpfen, nämlich von Wissen, Gefühlen, Philosophien, Körper-Sensationen, Stimmungen, Begegnungen usw. ist das Hirn (bisher) unerreicht, den Vorsprung gilt es zu sichern und die Obsessionen als Zeichen zu nehmen, dass es genau darum geht.
In der schnellen, zeitnahen und umfänglichen Umsetzung der Impulse in (Such-) Aufträge an Software und Internet wird die Verknüpfungs- und Verschaltungskompetenz optimal genutzt und angewandt. Dies und die permanente Rückkoppelung ans Hirn ist die kreative Nutzung des PC gegenüber blosser Archivierung, Dokumentation und Programmbedienung.
Der sich seiner Freiheit bewusste Mensch wird dem Computer einen Schritt voraus, d.h. unberechenbar sein. Unberechenbar, nicht flippig, das ist nur die aktuelle Ästhetik. Unberechenbar sein heisst: Sich einstellen können auf das, was morgen passieren kann.
Die Gewalt und Folterexzesse allerorts und in den Medien, die sich bald der auf den Leib rückenden Computerisierung bedienen werden, ohne allzu leicht nachweisbare Spuren zu hinterlassen, zeigen, um was es geht: Autonomie und Selbststeuerung des Menschen. Die Ebene der Legalität und der demokratischen Verfasstheit wird nicht ausreichen um dem Herr zu werden. Es braucht die Vitalisierung der aktuellen Handlungskompetenz in Echtzeit, also: jetzt.
Als könnten die Computerisierungsexperten unsere Gedanken lesen, sind sie besessen davon, an Implementierungen in Hirn und Haut zu basteln. Der computergesteuerte Mensch ist die Obsession. Fitness-Armbänder sind seit neuestem das Angebot. Sie sagen ihm, wann und wie er sich zu bewegen hat. Sie kontollieren seine Körperfunktionen hautnah, herznah, blutdrucknah undsoweiter. Eine nie dagewesene Kontrolle. Und doch erst der Anfang.
Die Gedanken sind frei, dichteten die Romantiker als ihnen die staatlichen Zensoren mit Kerker, Folter und Körperstrafen auf den Leib rückten. Wo ist heute unsere Freiheit? Wo sind die Ressourcen, wenn sie nicht mehr hinter der Stirn sind?:
In den Assoziationen und Kombinationen, ich bin so frei, die Antwort zu geben. Obwohl Fragen stellen viel nachdenklicher wirkt. Im Verschalten und Verknüpfen, nämlich von Wissen, Gefühlen, Philosophien, Körper-Sensationen, Stimmungen, Begegnungen usw. ist das Hirn (bisher) unerreicht, den Vorsprung gilt es zu sichern und die Obsessionen als Zeichen zu nehmen, dass es genau darum geht.
In der schnellen, zeitnahen und umfänglichen Umsetzung der Impulse in (Such-) Aufträge an Software und Internet wird die Verknüpfungs- und Verschaltungskompetenz optimal genutzt und angewandt. Dies und die permanente Rückkoppelung ans Hirn ist die kreative Nutzung des PC gegenüber blosser Archivierung, Dokumentation und Programmbedienung.
Der sich seiner Freiheit bewusste Mensch wird dem Computer einen Schritt voraus, d.h. unberechenbar sein. Unberechenbar, nicht flippig, das ist nur die aktuelle Ästhetik. Unberechenbar sein heisst: Sich einstellen können auf das, was morgen passieren kann.
Die Gewalt und Folterexzesse allerorts und in den Medien, die sich bald der auf den Leib rückenden Computerisierung bedienen werden, ohne allzu leicht nachweisbare Spuren zu hinterlassen, zeigen, um was es geht: Autonomie und Selbststeuerung des Menschen. Die Ebene der Legalität und der demokratischen Verfasstheit wird nicht ausreichen um dem Herr zu werden. Es braucht die Vitalisierung der aktuellen Handlungskompetenz in Echtzeit, also: jetzt.
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Mittwoch, 31. Dezember 2014
Mittwoch, 31. Dezember 2014
kuehnesmallworld, 10:51h
Luise Rainer ist tot. Gestern bringt der Deutschlandfunk die Nachricht von Ihrem Tod. Sie starb im Alter von 104, ich höre das erste Mal von ihr. Luise Rainer ist Gegenwart, das liegt an ihrem Tod. Beendet hat sie ihre Karriere als Hollywood-Schauspielerin lange vor meiner Geburt in den 30er Jahren. In diesem Alter sind andere schon längst Person der Zeitgeschichte. Hat die Verträge mit MGM gebrochen, weil ihr die Rollen zu blöd waren. Sie stand über ihren Rollen, ihrer Karriere, ihrer Bekanntheit. Deshalb ist sie heute für mich Gegenwart. Luise Rainer ist ein Beispiel für souveränes Leben. Gewiss, sie war abgesichert, aber das waren andere auch.
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Donnerstag, 25. Dezember 2014
Donnerstag, 25. Dezember 2014
kuehnesmallworld, 11:21h
Weihnachten: Sorgen, Lichtblick und ein Wort
Anlass zur Besorgnis ist
- der demonstrative Wille Menschen, Ungläubige genannt, zu versklaven
- nach der Rasse jetzt das (weibliche) Geschlecht zur Zielscheibe globaler Kriegsschauplätze zu machen
- die zynische Lust Tod und Gewalt öffentlich zu zelebrieren
- Religion wie politische Ideologien einzusetzen.
Anlässe die keine "Wiederkehr" sind aber Gründe sich zu erinnern:
An die Ausweglosigkeit für einen Teil der Menschheit.
An erdrückende wirtschaftlichen Macht.
An Fixierung auf Religion wie vordem Rasse.
Und: An das Todesschwarz in den Fahnen.
Lichtblicke:
Snowdon, der nicht vor der Datentsunami kapituliert.
Franziskus, der Sprössling inmitten des Totholzes.
Kuba, aus weissem Fleck wird Hoffnungsschimmer.
Die Vermessung der Welt und ihrer Probleme ist weit fortgeschritten. Zu allem und jedem wird eine Prozentzahl genannt, die Problemdefinition und die Lösung wird gleich mitgeliefert.
Mit Klimakatastrophen und Flüchtlingsströmen haben wir aber zwei Szenarien, die die Menschheit immer begleitet haben. Obwohl wir, gelehrige Kinder der Aufklärung und der Vermessung, in beiden Fällen auf der Verursachung der Katastrophen durch den Menschen bestehen, machen wir die Erfahrung der Unlösbarkeit der Unbeherrschbarkeit.
Die Erfahrung an der Schwelle zum nächsten Jahr ist Erfahrung zwischen Ohnmacht und Allmacht.
Ein Wort ist es, in dem sich das Licht fängt: Füchtling.
Was früher als Asylant und Immigrant vor verschlossenen Türen stand, lächelt als Unseresgleichen inmitten abgenutzter Worte
uns wie etwas ganz Neues an.
Flüchtling, vetrieben zu sein, das kennen wir, fast jeder hat davon einen in der Familie. Flüchtling zu sein, das ist die Perspektive des Ankommenden, des Notleidenden, und in dem erkennen wir uns.
Natürlich sind die Herodestruppen schon unterwegs auf der Suche nach Gründen zur Verfolgung. Uns aber schaut der Flüchtling an, damit die Not und das Unbeherrschbare. Uns schauen wir an.
Anlass zur Besorgnis ist
- der demonstrative Wille Menschen, Ungläubige genannt, zu versklaven
- nach der Rasse jetzt das (weibliche) Geschlecht zur Zielscheibe globaler Kriegsschauplätze zu machen
- die zynische Lust Tod und Gewalt öffentlich zu zelebrieren
- Religion wie politische Ideologien einzusetzen.
Anlässe die keine "Wiederkehr" sind aber Gründe sich zu erinnern:
An die Ausweglosigkeit für einen Teil der Menschheit.
An erdrückende wirtschaftlichen Macht.
An Fixierung auf Religion wie vordem Rasse.
Und: An das Todesschwarz in den Fahnen.
Lichtblicke:
Snowdon, der nicht vor der Datentsunami kapituliert.
Franziskus, der Sprössling inmitten des Totholzes.
Kuba, aus weissem Fleck wird Hoffnungsschimmer.
Die Vermessung der Welt und ihrer Probleme ist weit fortgeschritten. Zu allem und jedem wird eine Prozentzahl genannt, die Problemdefinition und die Lösung wird gleich mitgeliefert.
Mit Klimakatastrophen und Flüchtlingsströmen haben wir aber zwei Szenarien, die die Menschheit immer begleitet haben. Obwohl wir, gelehrige Kinder der Aufklärung und der Vermessung, in beiden Fällen auf der Verursachung der Katastrophen durch den Menschen bestehen, machen wir die Erfahrung der Unlösbarkeit der Unbeherrschbarkeit.
Die Erfahrung an der Schwelle zum nächsten Jahr ist Erfahrung zwischen Ohnmacht und Allmacht.
Ein Wort ist es, in dem sich das Licht fängt: Füchtling.
Was früher als Asylant und Immigrant vor verschlossenen Türen stand, lächelt als Unseresgleichen inmitten abgenutzter Worte
uns wie etwas ganz Neues an.
Flüchtling, vetrieben zu sein, das kennen wir, fast jeder hat davon einen in der Familie. Flüchtling zu sein, das ist die Perspektive des Ankommenden, des Notleidenden, und in dem erkennen wir uns.
Natürlich sind die Herodestruppen schon unterwegs auf der Suche nach Gründen zur Verfolgung. Uns aber schaut der Flüchtling an, damit die Not und das Unbeherrschbare. Uns schauen wir an.
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