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Donnerstag, 28. Februar 2013
Donnerstag, 28. Februar 2013
kuehnesmallworld, 08:36h
Peerlusconi, Bärlusconi, Berlusconi oder wer? Wortspiele, die seit gestern an unser Ohr dringen. Witzige Assoziationen, die einem Kind ein Lächeln und unsereinem ein Grinsen abnötigen. Sagt man doch: abnötigen? Man will eigentlich nicht, muss aber dann doch. „Muss aber“. So kommen politisches und anderes Geschehen heute rüber: Grau, abgeschliffen, langweilig. Da ist es schon was, wenn zur Abwechslung mal ein Bär durch Dorf getrieben wird.
Und das bei der Daueraufregung, die medial an der Tagesordnung ist! Die Wirkung der Medien steht im umgekehrt-proportionalen Verhältnis zur Aufgeregtheit, die sie veranstalten. Denn im Ergebnis will keiner mehr anecken, keiner mehr auffallen. Zum Mainstream drängt, am Mainstream hängt doch alles. Es sei denn ich will mich proflieren, dann werde ich grenzwertig, um der Wirkung willen.
Und weil die Wirkung im Vordergrund steht, verblassen die Farben, verklingen die Schreckensschreie. Was berichtet wird, wird auf eine merkwürdige Weise substanzlos. wird schemenhaft. Wir sind uns garnicht mehr sicher, ob das, was wir erleben, überhaupt noch wirklich ist. Weil wir an uns selbst immer weniger Gefühlseindrücke registrieren. Darum kann uns in diesen grauen Tagen wenig mehr hinterm Ofen hervorlocken, während vor der Tür das Gemetzel tobt.
Und das bei der Daueraufregung, die medial an der Tagesordnung ist! Die Wirkung der Medien steht im umgekehrt-proportionalen Verhältnis zur Aufgeregtheit, die sie veranstalten. Denn im Ergebnis will keiner mehr anecken, keiner mehr auffallen. Zum Mainstream drängt, am Mainstream hängt doch alles. Es sei denn ich will mich proflieren, dann werde ich grenzwertig, um der Wirkung willen.
Und weil die Wirkung im Vordergrund steht, verblassen die Farben, verklingen die Schreckensschreie. Was berichtet wird, wird auf eine merkwürdige Weise substanzlos. wird schemenhaft. Wir sind uns garnicht mehr sicher, ob das, was wir erleben, überhaupt noch wirklich ist. Weil wir an uns selbst immer weniger Gefühlseindrücke registrieren. Darum kann uns in diesen grauen Tagen wenig mehr hinterm Ofen hervorlocken, während vor der Tür das Gemetzel tobt.
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Mittwoch, 20. Februar 2013
Mittwoch, 20. Februar 2013
kuehnesmallworld, 17:58h
Kürzlich bin ich auf den Architekten und Ton-Raum-Künstler Bernard Leitner gestossen, der erst in jüngster Zeit zunehmende Beachtung erfährt.
Bernhard Leitner hat bereits Ende der 1960er Jahre in New York die erste Ton-Raum-Skulptur oder Architektur – eine aus mehreren Kanälen gespeiste Klangarchitektur – entworfen, ohne dass es damals die technischen Möglichkeiten ihrer Realisierung gab
(http://www.art-in-tv.de/videoplaytv.php?id=1362).
Der Clou daran: Leitner hat Erfahrungen vorweggenommen und -gesehen, ohne damals schon über die technische Realisierung zu verfügen, über die er ca. 2-3 Jahrzehnte später verfügte. Die Vorstellungsmöglichkeit begann sich bereits zu entwickeln, so könnte man formulieren, die technische Umsetzung dagegen erfolgte erst später.
Leitner geht es um das Erfahren von Klang im Raum, ein Thema dass im Bereich Elektromobilität (Motorengeräusche) oder BAU (neue Werkstoffe) zur Zeit gerade aktuell wird.
Leitner fragt im Zusammenhang mit seiner Klang-Raum-Arbeit:
"Welcher zwischenmenschliche Dialog wird angeregt? Mit welcher aus uns selbst erfahrenen, gehörten Stimme beziehungsweise Sprache?" (in: Klang als Baumaterial. Zur Austellung TONRAUMSKULPTUR im Hamburger Bahnhof, Berlin, 2008).
Für meinen wortlastigen Marketing-Blog interessant: Da landet einer, von der Architektur und der Kunst herkommend, bei der Sprache, beim Wort (nicht beim Bild, nicht bei der Visualisierung). Wenn es also möglich ist, in dieser Weise Vorstellungen vorwegzunehmen, dann kann auch Marketing im Vorgriff auf Entwicklungen angelegt sein.
Bernhard Leitner hat bereits Ende der 1960er Jahre in New York die erste Ton-Raum-Skulptur oder Architektur – eine aus mehreren Kanälen gespeiste Klangarchitektur – entworfen, ohne dass es damals die technischen Möglichkeiten ihrer Realisierung gab
(http://www.art-in-tv.de/videoplaytv.php?id=1362).
Der Clou daran: Leitner hat Erfahrungen vorweggenommen und -gesehen, ohne damals schon über die technische Realisierung zu verfügen, über die er ca. 2-3 Jahrzehnte später verfügte. Die Vorstellungsmöglichkeit begann sich bereits zu entwickeln, so könnte man formulieren, die technische Umsetzung dagegen erfolgte erst später.
Leitner geht es um das Erfahren von Klang im Raum, ein Thema dass im Bereich Elektromobilität (Motorengeräusche) oder BAU (neue Werkstoffe) zur Zeit gerade aktuell wird.
Leitner fragt im Zusammenhang mit seiner Klang-Raum-Arbeit:
"Welcher zwischenmenschliche Dialog wird angeregt? Mit welcher aus uns selbst erfahrenen, gehörten Stimme beziehungsweise Sprache?" (in: Klang als Baumaterial. Zur Austellung TONRAUMSKULPTUR im Hamburger Bahnhof, Berlin, 2008).
Für meinen wortlastigen Marketing-Blog interessant: Da landet einer, von der Architektur und der Kunst herkommend, bei der Sprache, beim Wort (nicht beim Bild, nicht bei der Visualisierung). Wenn es also möglich ist, in dieser Weise Vorstellungen vorwegzunehmen, dann kann auch Marketing im Vorgriff auf Entwicklungen angelegt sein.
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Montag, 18. Februar 2013
Montag, 18. Februar 2013
kuehnesmallworld, 18:15h
Wenn das stimmt, dass das Ich, mein Selbstbewusstsein, meine Identität, Gehirnfunktion ist und damit Funktion des Zentralen Nervensystems, dann sind auch das Gefühl, der Geruch, der Geschmack, Gehirnfunktionen. Sind weder besonders elementar oder besonders vegetativ sondern wie der Verstand und das Bewusstsein auch Gehirnfunktion. Werden im Nervensystem zusammengeführt, ermittelt und gebildet.
Bestimmen, was einem bekannt vorkommt und fremd bleibt, mit wem man fühlt und was man nicht riechen kann, was in einem fremde Instanz bleibt oder Teil von einem sei. Ganz was anderes als ein Vorurteil. Es ist ein Vor-Wissen. Und als Vorwissen ist es Wissen. Man kann es nicht nicht wissen. Man kann nur urteilen, dass es einer inneren Instanz in einem nicht standhält. Ändern wird man sich dadurch nicht. Ich werde mich dadurch nicht ändern. Ich kann mich nur verhalten zu mir. Zu dem Fremden in mir, zu dem Andern in mir.
Bestimmen, was einem bekannt vorkommt und fremd bleibt, mit wem man fühlt und was man nicht riechen kann, was in einem fremde Instanz bleibt oder Teil von einem sei. Ganz was anderes als ein Vorurteil. Es ist ein Vor-Wissen. Und als Vorwissen ist es Wissen. Man kann es nicht nicht wissen. Man kann nur urteilen, dass es einer inneren Instanz in einem nicht standhält. Ändern wird man sich dadurch nicht. Ich werde mich dadurch nicht ändern. Ich kann mich nur verhalten zu mir. Zu dem Fremden in mir, zu dem Andern in mir.
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