Donnerstag, 8. März 2012
Donnerstag, 8. März 2012
kuehnesmallworld, 15:42h
Prof Raab, Coburg über Design-Fehlentwicklung in einem Vortrag auf der EuroMold 2011.
"So entstehen auf der einen Seite Produkte und Leistungszusammenhänge, die in ihrer Austausch- und Vergleichbarkeit kaum wahrgenommen werden, sich nicht positiv positionieren können und lediglich über ihren Preis wettbewerbsfähig sind, auf der anderen Seite funktionsangereicherte Lösungen von hoher und häufig sinnfreier Aufgabenvernetzung und Komplexität. Diese nahezu zwanghaft anmutenden Vorgehens- muster aufzugeben und sich einer Entwicklungsstrategie mit einem sich an dem unmittelbaren Bedürfnis- und Lebensumfeld des Benutzers und seiner Community" wäre erforderlich.
Aber wie? Durch Einbeziehung der Nutzer, Anwender, Betroffenen.
Wie auch immer die Begriffe heissen, Design orientiert sich zunehmend an einem Prozess der Mitwirkung ähnlich wie in der Stadt- oder Wohnungsarchitektur. So jedenfalls die Theorie.
Solange es nicht die Praxis wird, sondern die Ausnahme bleibt, liegt der wirkliche Vorteil dieser neuen Ansätze im Blick weg vom Produkt und damit vom gestylten Produkt und hin zu einer Gesamtarchitektur, zu einer Landschaft.
Alles Design - oder was? Der Begriff bekommt inflationäre Ausmasse, dabei bleibt doch jede Auseinandersetzung eine über Meinungen und Einstellungen, wenn sie sich nicht an der Form des Einzelobjekts festmacht:
- Form, die Bedürfnisse sichtbar macht
- Form, die stört, sich widersetzt
- Form, die fordert und herausfordert
- Form, die Anstoss gibt, auch Denkanstösse über sich hinaus
Weg von der Funktionalität, hin zur Anwendung, Weg von der ausschliesslich um das Produkt kreisenden Funktion, hin zum anpassbaren und veränderlichen Gebrauchswert. Die Mehrfachnutzung, die Umnutzung zu verschiedenen Zwecken ist das Ziel auch aus ökologischen Gründen. Wir wohnen ja auch nicht mehr nur in Wohnblöcken, sondern haben ein ganzes Bündel von Bedürfnissen ans Wohnen, vom Arbeitsraum bis zur Sonnenterasse, Bedürfnisse, die sich im Lauf der Zeit ändern.
"So entstehen auf der einen Seite Produkte und Leistungszusammenhänge, die in ihrer Austausch- und Vergleichbarkeit kaum wahrgenommen werden, sich nicht positiv positionieren können und lediglich über ihren Preis wettbewerbsfähig sind, auf der anderen Seite funktionsangereicherte Lösungen von hoher und häufig sinnfreier Aufgabenvernetzung und Komplexität. Diese nahezu zwanghaft anmutenden Vorgehens- muster aufzugeben und sich einer Entwicklungsstrategie mit einem sich an dem unmittelbaren Bedürfnis- und Lebensumfeld des Benutzers und seiner Community" wäre erforderlich.
Aber wie? Durch Einbeziehung der Nutzer, Anwender, Betroffenen.
Wie auch immer die Begriffe heissen, Design orientiert sich zunehmend an einem Prozess der Mitwirkung ähnlich wie in der Stadt- oder Wohnungsarchitektur. So jedenfalls die Theorie.
Solange es nicht die Praxis wird, sondern die Ausnahme bleibt, liegt der wirkliche Vorteil dieser neuen Ansätze im Blick weg vom Produkt und damit vom gestylten Produkt und hin zu einer Gesamtarchitektur, zu einer Landschaft.
Alles Design - oder was? Der Begriff bekommt inflationäre Ausmasse, dabei bleibt doch jede Auseinandersetzung eine über Meinungen und Einstellungen, wenn sie sich nicht an der Form des Einzelobjekts festmacht:
- Form, die Bedürfnisse sichtbar macht
- Form, die stört, sich widersetzt
- Form, die fordert und herausfordert
- Form, die Anstoss gibt, auch Denkanstösse über sich hinaus
Weg von der Funktionalität, hin zur Anwendung, Weg von der ausschliesslich um das Produkt kreisenden Funktion, hin zum anpassbaren und veränderlichen Gebrauchswert. Die Mehrfachnutzung, die Umnutzung zu verschiedenen Zwecken ist das Ziel auch aus ökologischen Gründen. Wir wohnen ja auch nicht mehr nur in Wohnblöcken, sondern haben ein ganzes Bündel von Bedürfnissen ans Wohnen, vom Arbeitsraum bis zur Sonnenterasse, Bedürfnisse, die sich im Lauf der Zeit ändern.