Dienstag, 17. Mai 2011
Dienstag, 17. Mai 2011
kuehnesmallworld, 22:19h
Am Vortag hatte ich diese Sätze geschrieben. Heute hat sich eines meiner Anliegen bereits gelöst. Denn das ist auch eine Erfahrung: Zeitbegriffe kommen durcheinander. Bagatellen türmen sich zu Problemgebirgen auf, fast Unmögliches wird sofort erledigt.
Beim Wandern ist es auch so. Mit Blick auf die Karte hatte ich vermutet, was schnell zu erreichen, was sich möglicherweise hinziehen würde. Die Parameter, die mir zur Verfügung standen, waren zur Einschätzung der Strecke einfach nicht genau genug. Hätte mir die Höhenunterschiede genau angesehen, wäre ich zu anderem Schluss gekommen. Mit Google-Earth und Weiss-was-Map wäre das nicht passiert, sagt der Datengläubige. Wäre es doch, sagt die Erfahrung. Dann eben an einer anderen Stelle.
Es lässt sich eben nicht alles 1:1 umsetzen in eine entsprechende Vorstellung. Wieviel Höhenmeter zu überwinden waren, hatte ich schon gewusst, aber Weg und Steg waren dann doch anders (schwieriger, leichter) als gedacht. Und das Wetter? Das hatte vom Weg nicht mehr viel übriggelassen.
Andere Erfahrungen und damit Zeitbegriffe hatten bei der Route eine Rolle gespielt, die ich vorher nicht einkalkuliert hatte. Und unversehends (auch schneller als gedacht) bin ich bei der Marketing- und Buisinessplanung. Die Vorstellung, wie begehrt ein Produkt in einem Markt ist, hat wenig mit der tatsächlichen Resonnanz zu tun. Viele, zuviele Faktoren und damit auch individuelle Erfahrungen, unkalkulierbar auch in der Wirkung aufeinander, spielen eine Rolle. Man zieht sich dann gern zurück auf die Vorstellung von der Manipulierbarkeit oder auf die berühmten „Laborbedingungen“ unter denes es geklappt hätte, wenn. Das Ziel wäre gut erreichbar gewesen, wenn nichts dazwischen gekommen wäre, aber genau darum geht es.
Genau genommen nämlich ist Arbeitszeit nichts anderes als die Zeit, aus der alles andere entfernt und herausgerechnet wurde. Arbeitszeit ist die vollständig ökonomisierte Zeit.
Und das zu einer Zeit, in der immer mehr private Ressourcen, wie bspw. das Home-Office eingesetzt werden, die Arbeitsmittel PC, Drucker, Smart-Phone nicht mehr nach ihrem Einsatz in der Arbeit oder Freizeit einsetzbar sind und last not least unablässig an unsere persönliche Kreativität appeliert wird, um zu neuen überraschenden Lösungen zu kommen.
Ein Blick auf die „Road-Map“ zeigt: Das kann nicht klappen. In der Realität mischen sich mehr Zeit und Erfahrungssorten als je zuvor. Die einzige Welt in der es so funktioniert, wie berechnet, ist die virtuelle Welt der Software. Sie spielt mit der grossen Illusion der sofortigen völligen Umsetzbarkeit. Und führt erstmal dazu, dass jeder denkt, er könne das, weil es die Software kann. Eine Vereinfachung, die sich als Verdummung entpuppt.
Wer Innovationen, neue Wege finden will, muss nachdenken, rumprobieren, Irrwege in Kauf nehmen. Die Zeitvorstellung weitet sich. Und er muss eine Sprache benutzen, die so viel wie möglich Erfahrungen vorstellbar macht. Und da rächt sich, dass die Marketing- und Businesssprache nicht nur anglizistisch sondern klingonisch, eine virtuelle „interstellare“ Kunstsprache ist. Aus dieser sind alle anderen Erfahrungen und Zeitbegriffe herausgerechnet. Dabei gehörten sie doch gerade hinein. Arbeit und „privat“ muss sich weiter mischen, als sich weiter zu separieren.
Beim Wandern ist es auch so. Mit Blick auf die Karte hatte ich vermutet, was schnell zu erreichen, was sich möglicherweise hinziehen würde. Die Parameter, die mir zur Verfügung standen, waren zur Einschätzung der Strecke einfach nicht genau genug. Hätte mir die Höhenunterschiede genau angesehen, wäre ich zu anderem Schluss gekommen. Mit Google-Earth und Weiss-was-Map wäre das nicht passiert, sagt der Datengläubige. Wäre es doch, sagt die Erfahrung. Dann eben an einer anderen Stelle.
Es lässt sich eben nicht alles 1:1 umsetzen in eine entsprechende Vorstellung. Wieviel Höhenmeter zu überwinden waren, hatte ich schon gewusst, aber Weg und Steg waren dann doch anders (schwieriger, leichter) als gedacht. Und das Wetter? Das hatte vom Weg nicht mehr viel übriggelassen.
Andere Erfahrungen und damit Zeitbegriffe hatten bei der Route eine Rolle gespielt, die ich vorher nicht einkalkuliert hatte. Und unversehends (auch schneller als gedacht) bin ich bei der Marketing- und Buisinessplanung. Die Vorstellung, wie begehrt ein Produkt in einem Markt ist, hat wenig mit der tatsächlichen Resonnanz zu tun. Viele, zuviele Faktoren und damit auch individuelle Erfahrungen, unkalkulierbar auch in der Wirkung aufeinander, spielen eine Rolle. Man zieht sich dann gern zurück auf die Vorstellung von der Manipulierbarkeit oder auf die berühmten „Laborbedingungen“ unter denes es geklappt hätte, wenn. Das Ziel wäre gut erreichbar gewesen, wenn nichts dazwischen gekommen wäre, aber genau darum geht es.
Genau genommen nämlich ist Arbeitszeit nichts anderes als die Zeit, aus der alles andere entfernt und herausgerechnet wurde. Arbeitszeit ist die vollständig ökonomisierte Zeit.
Und das zu einer Zeit, in der immer mehr private Ressourcen, wie bspw. das Home-Office eingesetzt werden, die Arbeitsmittel PC, Drucker, Smart-Phone nicht mehr nach ihrem Einsatz in der Arbeit oder Freizeit einsetzbar sind und last not least unablässig an unsere persönliche Kreativität appeliert wird, um zu neuen überraschenden Lösungen zu kommen.
Ein Blick auf die „Road-Map“ zeigt: Das kann nicht klappen. In der Realität mischen sich mehr Zeit und Erfahrungssorten als je zuvor. Die einzige Welt in der es so funktioniert, wie berechnet, ist die virtuelle Welt der Software. Sie spielt mit der grossen Illusion der sofortigen völligen Umsetzbarkeit. Und führt erstmal dazu, dass jeder denkt, er könne das, weil es die Software kann. Eine Vereinfachung, die sich als Verdummung entpuppt.
Wer Innovationen, neue Wege finden will, muss nachdenken, rumprobieren, Irrwege in Kauf nehmen. Die Zeitvorstellung weitet sich. Und er muss eine Sprache benutzen, die so viel wie möglich Erfahrungen vorstellbar macht. Und da rächt sich, dass die Marketing- und Businesssprache nicht nur anglizistisch sondern klingonisch, eine virtuelle „interstellare“ Kunstsprache ist. Aus dieser sind alle anderen Erfahrungen und Zeitbegriffe herausgerechnet. Dabei gehörten sie doch gerade hinein. Arbeit und „privat“ muss sich weiter mischen, als sich weiter zu separieren.