Dienstag, 3. Mai 2011
Mittwoch, 4. Mai 2011
kuehnesmallworld, 19:23h
„Der blinde Fleck“, ist eine allseits beliebte Redewendung. Ein „blinder Fleck“ auf der Linse, sozusagen. Aber die Linse selbst ist der blinde Fleck. Sie entscheidet wie ich sehe, wo ich hinsehe, was ich sehe. Die Frage ist nicht: Warum sehe ich etwas nicht, sondern wo habe ich hingeschaut. In einem Moment, über Monate, ja Jahre. Was interessiert mich daran, nimmt mich gefangen, fesselt mich, lässt mich nicht mehr los. Wieder kommt mir die Sprache zu Hilfe: Zeigt mir die ausserordentliche Dynamik, den Sog dessen, was passiert.
China interessiert mich weniger als Südamerika. Vielleicht, weil es mit meiner Familie zu tun hat, von denen Vorfahren im 19. Jahrhundert nach Südamerika ausgewandert sind.
Was ist mir so wichtig, dass ich bezüglich anderer Fakten und Menschen einen blinden Fleck riskiere? Die Alternative wäre ja, ich verteilte mein Interesse gleichmässig über alles. Oder tue wenigstens so. Ein Widerspruch in sich wäre das. Interesse hebt immer etwas hervor.
Alles Verstehen-Wollen kann durchaus ein Akt der Okkupation sein unter dem Vorwand die Welt mit den Augen des anderen sehen zu wollen. Dies oder jenen dagegen als fremd, mir unverständlich wahrzunehmen, kann durchaus mehr Interesse beinhalten, als ihn mit meiner Weltsicht zu vereinnahmen. Tja, das kommt dabei raus, wenn man zwar nicht jedes Wort aber hin und wieder das eine oder andere auf die Goldwaage legt.
China interessiert mich weniger als Südamerika. Vielleicht, weil es mit meiner Familie zu tun hat, von denen Vorfahren im 19. Jahrhundert nach Südamerika ausgewandert sind.
Was ist mir so wichtig, dass ich bezüglich anderer Fakten und Menschen einen blinden Fleck riskiere? Die Alternative wäre ja, ich verteilte mein Interesse gleichmässig über alles. Oder tue wenigstens so. Ein Widerspruch in sich wäre das. Interesse hebt immer etwas hervor.
Alles Verstehen-Wollen kann durchaus ein Akt der Okkupation sein unter dem Vorwand die Welt mit den Augen des anderen sehen zu wollen. Dies oder jenen dagegen als fremd, mir unverständlich wahrzunehmen, kann durchaus mehr Interesse beinhalten, als ihn mit meiner Weltsicht zu vereinnahmen. Tja, das kommt dabei raus, wenn man zwar nicht jedes Wort aber hin und wieder das eine oder andere auf die Goldwaage legt.