Dienstag, 12. April 2011
Dienstag, 12. April 2011
kuehnesmallworld, 19:23h
Deshalb sind unsere Städte so langweilig: Wir erlauben ihnen nicht kleinteilig zu wachsen. Von ganz verschiedenen Anforderungen und Bedürfnissen her zu wachsen und zusammenzuwachsen. Stattdessen Stadtplanung und Masterplan, die dafür kaum Raum lassen. Seriengefertigte Fassaden, die das Muster immer und immer wieder wiederholen.
Noch die Strassenfronten der Gründerzeitviertel Ende des 19. Jahrhunderts sind ein Eldorado an Abwechsung gegen das, was danach kam. Das Ideal einer durchgestylten Umgebung braucht kein Mensch. Die Industrie, die Grossindustrie, braucht es vielleicht. Der Mensch braucht eine Nahumgebung und schafft sich eine. Allerhöchstens Nischen
findet er. Nichts wäre geholfen damit, den Fronten nette Designs vorzuhängen. Das ist kein Plädoyer für die Idylle, das ist eines für den Raum und für die Kleinteiligkeit. Wo sich Architekten und Stadtplaner auf den Dialog mit Bewohnern und ihren verschiedenen Bedürfnissen einlassen entsteht ja auch Interessantes und Neues. Trotzdem zuwenig. In Wahrheit geben wir Menschen keinen Raum. Wir haben Angst vor Undurchschaubarkeit, Unregierbarkeit, Unplanbarkeit. Und die verstecken wir hinter Grossplanungen.
Wir können keine Plätze. Das ist die andere Seite der Medaille. Kein Raum fürs Private - kein Raum fürs Öffentliche. Wir können Zwischenräume zwischen Wohn- und Arbeitsklötzen, aber keine Plätze. Ein Platz braucht Öffnung und Begrenzung. Ein Platz braucht Räume für unterschiedliche Bedürfnisse: Den Schwatz, den Platz an der Sonne oder im Schatten, das Treffen der Vielen, das Spielen der Kinder und und und. Wir wissen doch wie Plätze aussehen, die gewachsenen Städte machen es uns doch vor. Und wir sehen, welche Plätze angenommen werden und welche nicht.
Noch die Strassenfronten der Gründerzeitviertel Ende des 19. Jahrhunderts sind ein Eldorado an Abwechsung gegen das, was danach kam. Das Ideal einer durchgestylten Umgebung braucht kein Mensch. Die Industrie, die Grossindustrie, braucht es vielleicht. Der Mensch braucht eine Nahumgebung und schafft sich eine. Allerhöchstens Nischen
findet er. Nichts wäre geholfen damit, den Fronten nette Designs vorzuhängen. Das ist kein Plädoyer für die Idylle, das ist eines für den Raum und für die Kleinteiligkeit. Wo sich Architekten und Stadtplaner auf den Dialog mit Bewohnern und ihren verschiedenen Bedürfnissen einlassen entsteht ja auch Interessantes und Neues. Trotzdem zuwenig. In Wahrheit geben wir Menschen keinen Raum. Wir haben Angst vor Undurchschaubarkeit, Unregierbarkeit, Unplanbarkeit. Und die verstecken wir hinter Grossplanungen.
Wir können keine Plätze. Das ist die andere Seite der Medaille. Kein Raum fürs Private - kein Raum fürs Öffentliche. Wir können Zwischenräume zwischen Wohn- und Arbeitsklötzen, aber keine Plätze. Ein Platz braucht Öffnung und Begrenzung. Ein Platz braucht Räume für unterschiedliche Bedürfnisse: Den Schwatz, den Platz an der Sonne oder im Schatten, das Treffen der Vielen, das Spielen der Kinder und und und. Wir wissen doch wie Plätze aussehen, die gewachsenen Städte machen es uns doch vor. Und wir sehen, welche Plätze angenommen werden und welche nicht.