Montag, 4. April 2011
Montag, 4. April 2011
kuehnesmallworld, 20:40h
In der besten aller möglichen Welten leben, vielleicht leben müssen, um überhaupt leben zu können, das ist nicht nur die von Voltaire verspottete Idealismus-Karikatur, sondern wohl auch, folgt man seinem Roman Candide, zumindest annäherungsweise die Realität eines Menschen, der versucht, so sinnvoll wie möglich zu leben.
So gut wie möglich nach Massgabe der Umstände leben zu wollen aber immer noch so schlecht leben zu müssen, dass es kaum zum Aushalten ist, damit ist die Realität ja wohl hinreichend beschrieben.
Hohe Erwartungen - bemitleidenswerte Realität - Festhalten am eigenen gar nicht so „kleinen“ Glück, diesen Dreiklang und Gegensatz hat Voltaire in seinem Candide mit einem Höchstmass an Schärfe aber auch an Empathie und Einfühlung geschildert wie wenige. Derselbe Voltaire, der eigenhändig an seinem Glück und Wohlstand mit Aktien herumspekuliert hat, derselbe Voltaire, der garnicht daran dachte, sich von der Ablehnung der Kleriker zur Ablehnung Gottes animieren zu lassen.
Man kann also beides: Hochachtung haben vor der Einstellung und Kompromisslosigkeit des Einzelnen und den Blick behalten für die Zusammenhänge, das Ganze, das genau dieses Glücksstreben reichlich komisch aussehen lässt. Dieser Candide landet nach vielen Irrungen schliesslich in der (klein-) bürgerlichen Idylle, dem Haus mit Frau und Garten, seiner bestmöglichen Welt. Moral von der Geschicht‘: „Man muss seinen Garten pflegen“. (http://de.wikipedia.org/wiki/Candide_oder_der_Optimismus).
So gut wie möglich nach Massgabe der Umstände leben zu wollen aber immer noch so schlecht leben zu müssen, dass es kaum zum Aushalten ist, damit ist die Realität ja wohl hinreichend beschrieben.
Hohe Erwartungen - bemitleidenswerte Realität - Festhalten am eigenen gar nicht so „kleinen“ Glück, diesen Dreiklang und Gegensatz hat Voltaire in seinem Candide mit einem Höchstmass an Schärfe aber auch an Empathie und Einfühlung geschildert wie wenige. Derselbe Voltaire, der eigenhändig an seinem Glück und Wohlstand mit Aktien herumspekuliert hat, derselbe Voltaire, der garnicht daran dachte, sich von der Ablehnung der Kleriker zur Ablehnung Gottes animieren zu lassen.
Man kann also beides: Hochachtung haben vor der Einstellung und Kompromisslosigkeit des Einzelnen und den Blick behalten für die Zusammenhänge, das Ganze, das genau dieses Glücksstreben reichlich komisch aussehen lässt. Dieser Candide landet nach vielen Irrungen schliesslich in der (klein-) bürgerlichen Idylle, dem Haus mit Frau und Garten, seiner bestmöglichen Welt. Moral von der Geschicht‘: „Man muss seinen Garten pflegen“. (http://de.wikipedia.org/wiki/Candide_oder_der_Optimismus).