Donnerstag, 17. März 2011
Donnerstag, 17. März 2011
kuehnesmallworld, 13:40h
Kälte draussen, gefühlte Überzeugung drinnen. Die Kälte, die materielle Orientierung, das Geld dringt ein in den lebendigen Organismus und macht ihn selbst zur Sache: Das Herz erkaltet. Die Vorstellung des kalten Herzens hat indes seine Tücken. Sie fusst auf dem Gegensatz Leben contra „toter“ Materie.
Und wie geht das?: Wenn ich was fühle, dass ich friere, kann ich ja so tot nicht sein. Aha, man müsse das so verstehen: Ich fühle, dass ich nichts fühle. Verstehe. Gar nichts verstanden: Gerade indem man den Eindruck habe, nichts mehr zu fühlen, sei der Kulminationspunkt an Gefühlen erreicht. So oder so ähnlich. Alles klar.
Es steckt eine romantische Überzogenheit in dieser Vorstellung vom erkaltenden Herzen.
Aber, wenn wir es doch so fühlen? Wenn wir es doch fühlen, dass Geld den Charakter „verdirbt“! Wissen können wir es ja nicht, aber wissen tun wir es auch noch. Sogar in der Rede von der Selbstverwirklichung steckt diese Gewissheit drin. Keine Frage, was denn das etwa für ein Selbst sei, das es zu verwirklichen gelte, gegen Widerstände natürlich, und viel weniger an ihnen und mit ihnen?
Allerdings: So entschieden, wie es sich anhört, ist das Statement nicht. Eher ist es eine vorsorgliche Rückversicherung, die schon mal festhält, wer Schuld hat, wenn der Kampf verloren geht. Denn von dem Moment an, in mein „Selbst“ zum Greifen nah gekommen ist, steht auch schon die Angst im Raum, ich könne mich von ihm entfernen und entfremden.
Und wie geht das?: Wenn ich was fühle, dass ich friere, kann ich ja so tot nicht sein. Aha, man müsse das so verstehen: Ich fühle, dass ich nichts fühle. Verstehe. Gar nichts verstanden: Gerade indem man den Eindruck habe, nichts mehr zu fühlen, sei der Kulminationspunkt an Gefühlen erreicht. So oder so ähnlich. Alles klar.
Es steckt eine romantische Überzogenheit in dieser Vorstellung vom erkaltenden Herzen.
Aber, wenn wir es doch so fühlen? Wenn wir es doch fühlen, dass Geld den Charakter „verdirbt“! Wissen können wir es ja nicht, aber wissen tun wir es auch noch. Sogar in der Rede von der Selbstverwirklichung steckt diese Gewissheit drin. Keine Frage, was denn das etwa für ein Selbst sei, das es zu verwirklichen gelte, gegen Widerstände natürlich, und viel weniger an ihnen und mit ihnen?
Allerdings: So entschieden, wie es sich anhört, ist das Statement nicht. Eher ist es eine vorsorgliche Rückversicherung, die schon mal festhält, wer Schuld hat, wenn der Kampf verloren geht. Denn von dem Moment an, in mein „Selbst“ zum Greifen nah gekommen ist, steht auch schon die Angst im Raum, ich könne mich von ihm entfernen und entfremden.