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Montag, 28. Oktober 2013
Montag, 28. Oktober 2013
kuehnesmallworld, 17:52h
Liebe soll tief sein. Einzigartig. Uns unsere Einzigartigkeit bestätigend. Eine einzigartige Liebes-Beziehung sein. Das verdanken wir der Befrachtung der Liebe in der Romantik
- als überwältigendes Glücksgefühl
- als grösstmögliche Nähe und Vertrauen
- als existentiell unersetzbare Erfahrung.
Wer sich die Ingredenzien genauer und kritischer ansieht, kommt sich vor wie ein Verräter an der Liebe. Auf der anderen Seite aber wird Liebe zu etwas, das in den Wahnsinn treibt und Menschen als ausgebrannte Wracks zurücklässt. "Verzehrende Liebe" ist die Rückseite dieser Verabsolutierung.
Die Liebe des Kindes oder Jugendlichen ist echt und sie ist tief. Sie wird, wenn sich diese Liebe bestätigt und als tragfähig erweist, nicht unbedingt tiefer als vielmehr umfassender werden.
Die Liebe wird die Kompetenzen, Erfahrungen, den Weitblick des Heranwachsenden und Erwachsenden widerspiegeln. Diese Anbindung der Liebe an unsere Existenz, an unsere Entwicklung erdet die Liebe, ersetzt sie nicht und relativiert sie auch nicht.
- als überwältigendes Glücksgefühl
- als grösstmögliche Nähe und Vertrauen
- als existentiell unersetzbare Erfahrung.
Wer sich die Ingredenzien genauer und kritischer ansieht, kommt sich vor wie ein Verräter an der Liebe. Auf der anderen Seite aber wird Liebe zu etwas, das in den Wahnsinn treibt und Menschen als ausgebrannte Wracks zurücklässt. "Verzehrende Liebe" ist die Rückseite dieser Verabsolutierung.
Die Liebe des Kindes oder Jugendlichen ist echt und sie ist tief. Sie wird, wenn sich diese Liebe bestätigt und als tragfähig erweist, nicht unbedingt tiefer als vielmehr umfassender werden.
Die Liebe wird die Kompetenzen, Erfahrungen, den Weitblick des Heranwachsenden und Erwachsenden widerspiegeln. Diese Anbindung der Liebe an unsere Existenz, an unsere Entwicklung erdet die Liebe, ersetzt sie nicht und relativiert sie auch nicht.
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Dienstag, 22. Oktober 2013
Dienstag, 22. Oktober 2013
kuehnesmallworld, 11:18h
Die Liebe lieben. Wir lieben die Liebe, weil sie das Ende der Widersprüche verheisst. Weil sie ein alles Überwältigendes, nicht in Frage zu Stellendes sei.
Die Widersprüche werden nach aussen verbannt und begegnen uns als unglückliche, verzehrende Liebe, in der Extremform als Liebe, die uns als Unglück lebenslang verfolgt.
Nicht nur die menschliche auch die mystische Liebe funktioniert so. Ich hatte einen Mitschüler, der sich, wir waren beide 13, 14 darüber lustig machte, dass ich hinsichtlich selbst auszudenkender Aufsatzthemen für die Schule, immer wieder auf Überschriften verfiel, in denen das Wort "unfreiwillig" steckte. Quintessenz war jeweils, dass man nicht da rauskam, wo man hinwollte. Manchmal wurde es besser als man wollte. Meist sogar. 2,3 Jahre vorher hatte ich einen Aufsatz geschrieben, auch so einen freiwilligen Aufsatz, einen Aufsatz über die Ferien, in dem ein Dieb die geklauten Sachen heimlich wieder zurückbrachte. Er war gut, aber er war es im Verborgenen. In einer Welt, die niemand sah. Unfreiwillig war er in dieses Gutsein geraten, weil er eben nicht nur gut war, sondern ein diebischer, widersprüchlicher Mensch war.
Mein Mitschüler war ein fröhlicher Mensch, sprach schon damals fliessend Latein und sollte was in der Kirche werden. Wurde er auch. Ich hab nach ihm gegoogelt, er ist jetzt Weihbischof und sieht aus seinen bunten Kleidern fröhlich in die Kamera. Farbbild. Er nannte mich Stoppel, weil meine Igelfrisur nicht einheitlich aufrecht stand sondern wegen meiner weichen Haare, kreuz und quer mal stand, mal lag. Er lebte in einer Welt, ich mindestens in zwei. Das Aussen der Welt existierte in Form seines Vaters, der beim Soldatensender AFN arbeitete und von Bill Ramsey schwärmte. Souvenir, Souvenir ... . Normalerweise wären wir uns nie begegnet. Er wäre in eine Klosterschule gekommen und ich wäre vielleicht Apotheker geworden, weil mein Vater Apotheker war. Oder Arzt, weil mein Vater Arzt war. Oder Feldscheer, oder Friseur oder Koch. Papst wird er wohl nicht mehr werden, der Thomas, aber wenn Tebi so weiter moogelt, ist vielleicht noch der Bischof drin.
Irgendwas Zerbrechliches spürte ich an ihm. Wie ein Kind, dessen Immunsystem von Allergien, überschwemmt werden kann, weil es immer um es herum clean war. Und das darauf angewiesen ist, dass es clean bleibt und nicht etwa alles überschwemmt wird.
Mal mal eine Insel! Entweder nur Meer, nur Weite. Insel ist dann der Kontrast dazu.
Oder: Nur Insel, dann kann man sich die Insel im Grunde auch sparen. Es bleibt bei der Andeutung: Dieses Land liegt im Meer.
Will man beides, Insel und Meer, wirds schnell zu Karikatur, weil beides nicht auf ein Bild passt. Schnell wachsen dann zwei Palmen empor, und damit der Inselbewohner auch was zu tun hat, eine Hängematte zwischen ihnen. Am Horizont der Schornstein eines Schiffes. Von der Insel bleibt nur Umriss. Sempé lässt grüssen.
Oder man machts naiv, wie im Mittelalter: Johannes auf Patmos. Eine Insel wie Burg, das Meer wird zum Wassergraben, allein für sich der Eremit. Um ihn herum auf dem Festland tobt das brüllende Leben. Ein Wunder, dass er nichts hört.
Das, was eine Insel ist, lebt vom Kontrast. Wir begreifen sie nur im Kontrast. Liebe ist nicht nur ein Wort.
Die Widersprüche werden nach aussen verbannt und begegnen uns als unglückliche, verzehrende Liebe, in der Extremform als Liebe, die uns als Unglück lebenslang verfolgt.
Nicht nur die menschliche auch die mystische Liebe funktioniert so. Ich hatte einen Mitschüler, der sich, wir waren beide 13, 14 darüber lustig machte, dass ich hinsichtlich selbst auszudenkender Aufsatzthemen für die Schule, immer wieder auf Überschriften verfiel, in denen das Wort "unfreiwillig" steckte. Quintessenz war jeweils, dass man nicht da rauskam, wo man hinwollte. Manchmal wurde es besser als man wollte. Meist sogar. 2,3 Jahre vorher hatte ich einen Aufsatz geschrieben, auch so einen freiwilligen Aufsatz, einen Aufsatz über die Ferien, in dem ein Dieb die geklauten Sachen heimlich wieder zurückbrachte. Er war gut, aber er war es im Verborgenen. In einer Welt, die niemand sah. Unfreiwillig war er in dieses Gutsein geraten, weil er eben nicht nur gut war, sondern ein diebischer, widersprüchlicher Mensch war.
Mein Mitschüler war ein fröhlicher Mensch, sprach schon damals fliessend Latein und sollte was in der Kirche werden. Wurde er auch. Ich hab nach ihm gegoogelt, er ist jetzt Weihbischof und sieht aus seinen bunten Kleidern fröhlich in die Kamera. Farbbild. Er nannte mich Stoppel, weil meine Igelfrisur nicht einheitlich aufrecht stand sondern wegen meiner weichen Haare, kreuz und quer mal stand, mal lag. Er lebte in einer Welt, ich mindestens in zwei. Das Aussen der Welt existierte in Form seines Vaters, der beim Soldatensender AFN arbeitete und von Bill Ramsey schwärmte. Souvenir, Souvenir ... . Normalerweise wären wir uns nie begegnet. Er wäre in eine Klosterschule gekommen und ich wäre vielleicht Apotheker geworden, weil mein Vater Apotheker war. Oder Arzt, weil mein Vater Arzt war. Oder Feldscheer, oder Friseur oder Koch. Papst wird er wohl nicht mehr werden, der Thomas, aber wenn Tebi so weiter moogelt, ist vielleicht noch der Bischof drin.
Irgendwas Zerbrechliches spürte ich an ihm. Wie ein Kind, dessen Immunsystem von Allergien, überschwemmt werden kann, weil es immer um es herum clean war. Und das darauf angewiesen ist, dass es clean bleibt und nicht etwa alles überschwemmt wird.
Mal mal eine Insel! Entweder nur Meer, nur Weite. Insel ist dann der Kontrast dazu.
Oder: Nur Insel, dann kann man sich die Insel im Grunde auch sparen. Es bleibt bei der Andeutung: Dieses Land liegt im Meer.
Will man beides, Insel und Meer, wirds schnell zu Karikatur, weil beides nicht auf ein Bild passt. Schnell wachsen dann zwei Palmen empor, und damit der Inselbewohner auch was zu tun hat, eine Hängematte zwischen ihnen. Am Horizont der Schornstein eines Schiffes. Von der Insel bleibt nur Umriss. Sempé lässt grüssen.
Oder man machts naiv, wie im Mittelalter: Johannes auf Patmos. Eine Insel wie Burg, das Meer wird zum Wassergraben, allein für sich der Eremit. Um ihn herum auf dem Festland tobt das brüllende Leben. Ein Wunder, dass er nichts hört.
Das, was eine Insel ist, lebt vom Kontrast. Wir begreifen sie nur im Kontrast. Liebe ist nicht nur ein Wort.
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Freitag, 27. September 2013
Freitag, 27. September 2013
kuehnesmallworld, 13:19h
Wenn Worte nicht mehr zählen
dann hat sich das, was sie bedeuteten abgekoppelt von dem, was sie sagen. Bis zum genauen Gegenteil kann das gehen. Bis zur offenen Lüge.
Dann ist die Lüge allseits akzeptierter Offiziell-Sprech geworden. Einfach schon dadurch, dass die zweite Ebene, die Bedeutung des Gesagten verschwiegen wird. Das ist die aktuelle Lage.
Alles, was sich davon ausnimmt, wird als Widerstand verstanden.
Die Sprache ist geglättet, die Sprecher haben Kreide geschluckt, die Presse ist zur PResse geworden. Man macht in Widerspruch, macht in Kritik, aber es fehlt der Biss. Man hat der Sprache die Zähne gezogen und wundert sich jetzt, warum man nur noch Brei kriegt.
Das Pochen auf die Bedeutung des Gesagten für x und y macht Sprache wahr. Das fehlende Pochen auf die Bedeutung des Gesagten macht die Sprache zur Lüge. Nach dem Beharren darauf, was das Gesagte für x und y faktisch und ganz praktisch bedeutet, sind die Positionen bezogen und die Auseinandersetzung kann beginnen. Was bedeutet Standpunkt A, was bedeutet Standpunkt B?
Aber wir haben ja schon alles Anstössige herausredigiert. Dadurch wird schliesslich die gesamte Wahrnehmung der Welt, dito ihre "Benutzeroberfläche", zur Lüge.
Hoffähig wird die Lüge durch PR-Kampagnen, die alles und jedes abdecken und vereinnahmen. So sind Entschuldigungen heute an der Tagesordnung. Auf dringenden Rat der PR-Berater. Die Öffentlichkeit wird besänftigt. Das Wort Entschuldigung wird zur Lüge. Denn Entschuldigung ist ein Prozess. Es bedarf des Annnehmens. Ist keiner da, der die Entschuldigung annimmt, weil sie sich anonym an die Vielen wendet, bleibt es bei der Demutsgeste. Das Wesentliche der Entschuldigung, die Haltung, die die Entschuldigung zur Entschuldigung macht, die sie annehmbar oder ablehnbar macht, fehlt. Das ist kein Streit um Worte, man kann auch andere Worte verwenden, es ist ein Streit um die Bedeutung des Wortes.
Das Wörterbuch des Unmenschen (Sternberger) enthält heute viele geglättete, harmlose Worte, Entschuldigung ist eines von ihnen.
Beteiligung der Industrie an einer neues Energiepolitk heisst "Energiewende". Aber warum nennt man es dann nicht so? Dann liesse sich streiten.
Ältere heissen Senioren oder Silverager. Man preist ihre Erfahrung und demonstriert, dass man diese nicht braucht. Aber je höher der Preis für Erfahrung getrieben wird, desto manifester ist die Geiz-ist-geil-Mentalität. Wieso reden wir nicht über die Gehälter? Aber wir haben ja eine Bundeskanzlerin, die jede Menge Meinung hat zum Mindestlohn und nicht weiss, dass Menschen seit 10 Jahren in Leiharbeit stecken.
Bildung wird ein Top-Thema genannt. In Wirklichkeit finanzieren Staat und Arbeitsverwaltung Bildung zu Billigtarifen, für die Bildungsarbeiter gibt es eine Mindestlohnregelung. Warum reden wir nicht darüber, welche Bildung gemeint ist? Welche bezahlt wird und welche nicht.
Kommt es dann zum Streit, werden Positionen bezogen, die bis dahin nicht offen zur Sprache kamen, wird dieser nicht als Auseinandersetzung erlebt, sondern als Verrat. Was es verräterisch macht, ist der vorweggenommene, unausgesprochene Konsens. Lüge steht am Anfang, Verrat steht am Ende.
Freund Franzikus zieht seiner Kirche gerade ein paar Korsettstangen ein, er spricht in einem Interview vom Wochenende von
- Armut, die Bescheidenheit ist
- Liebe die Zuwendung ist
- Engagement, das unüberhörbar ist
Damit hat er diesen Worten, die verschwunden sind in den Interpretationen der Kirche, ihre Bedeutung wiedergegeben. Einen Teil der Bedeutung wenigstes.
- Armut hiess ja bis dahin: Kirchliche Ettikette, vom schwarzen Golf bis zum Bischofspalast.
- Liebe war, Normenvollzug an Schwachen und Abweichlern als "wahre" Liebe.
- Engagement war Apell.
Schon ist die Versuchung da, aus den Worten des Franz eine PR-Kampagne für die Kirche zu machen statt die Armseligkeit dieser Geste, das Unzureichende der Bemühung, die Allgegenwart des Übertönt-Seins stehen zu lassen damit wenigstens einzelne Worte wieder sagen, was sie bedeuten. Entgegen des Ettikettenschwindels, der an der Tagesordnung ist.
"Ettikettenschwindel", was für ein Wort, unserer Wahrnehmung meilenweit voraus!
Der Zugang zum Wort führt nur über das eigene Erleben, das Eingestehen einer Wirklichkeit, die vom Gesagten abweicht.
dann hat sich das, was sie bedeuteten abgekoppelt von dem, was sie sagen. Bis zum genauen Gegenteil kann das gehen. Bis zur offenen Lüge.
Dann ist die Lüge allseits akzeptierter Offiziell-Sprech geworden. Einfach schon dadurch, dass die zweite Ebene, die Bedeutung des Gesagten verschwiegen wird. Das ist die aktuelle Lage.
Alles, was sich davon ausnimmt, wird als Widerstand verstanden.
Die Sprache ist geglättet, die Sprecher haben Kreide geschluckt, die Presse ist zur PResse geworden. Man macht in Widerspruch, macht in Kritik, aber es fehlt der Biss. Man hat der Sprache die Zähne gezogen und wundert sich jetzt, warum man nur noch Brei kriegt.
Das Pochen auf die Bedeutung des Gesagten für x und y macht Sprache wahr. Das fehlende Pochen auf die Bedeutung des Gesagten macht die Sprache zur Lüge. Nach dem Beharren darauf, was das Gesagte für x und y faktisch und ganz praktisch bedeutet, sind die Positionen bezogen und die Auseinandersetzung kann beginnen. Was bedeutet Standpunkt A, was bedeutet Standpunkt B?
Aber wir haben ja schon alles Anstössige herausredigiert. Dadurch wird schliesslich die gesamte Wahrnehmung der Welt, dito ihre "Benutzeroberfläche", zur Lüge.
Hoffähig wird die Lüge durch PR-Kampagnen, die alles und jedes abdecken und vereinnahmen. So sind Entschuldigungen heute an der Tagesordnung. Auf dringenden Rat der PR-Berater. Die Öffentlichkeit wird besänftigt. Das Wort Entschuldigung wird zur Lüge. Denn Entschuldigung ist ein Prozess. Es bedarf des Annnehmens. Ist keiner da, der die Entschuldigung annimmt, weil sie sich anonym an die Vielen wendet, bleibt es bei der Demutsgeste. Das Wesentliche der Entschuldigung, die Haltung, die die Entschuldigung zur Entschuldigung macht, die sie annehmbar oder ablehnbar macht, fehlt. Das ist kein Streit um Worte, man kann auch andere Worte verwenden, es ist ein Streit um die Bedeutung des Wortes.
Das Wörterbuch des Unmenschen (Sternberger) enthält heute viele geglättete, harmlose Worte, Entschuldigung ist eines von ihnen.
Beteiligung der Industrie an einer neues Energiepolitk heisst "Energiewende". Aber warum nennt man es dann nicht so? Dann liesse sich streiten.
Ältere heissen Senioren oder Silverager. Man preist ihre Erfahrung und demonstriert, dass man diese nicht braucht. Aber je höher der Preis für Erfahrung getrieben wird, desto manifester ist die Geiz-ist-geil-Mentalität. Wieso reden wir nicht über die Gehälter? Aber wir haben ja eine Bundeskanzlerin, die jede Menge Meinung hat zum Mindestlohn und nicht weiss, dass Menschen seit 10 Jahren in Leiharbeit stecken.
Bildung wird ein Top-Thema genannt. In Wirklichkeit finanzieren Staat und Arbeitsverwaltung Bildung zu Billigtarifen, für die Bildungsarbeiter gibt es eine Mindestlohnregelung. Warum reden wir nicht darüber, welche Bildung gemeint ist? Welche bezahlt wird und welche nicht.
Kommt es dann zum Streit, werden Positionen bezogen, die bis dahin nicht offen zur Sprache kamen, wird dieser nicht als Auseinandersetzung erlebt, sondern als Verrat. Was es verräterisch macht, ist der vorweggenommene, unausgesprochene Konsens. Lüge steht am Anfang, Verrat steht am Ende.
Freund Franzikus zieht seiner Kirche gerade ein paar Korsettstangen ein, er spricht in einem Interview vom Wochenende von
- Armut, die Bescheidenheit ist
- Liebe die Zuwendung ist
- Engagement, das unüberhörbar ist
Damit hat er diesen Worten, die verschwunden sind in den Interpretationen der Kirche, ihre Bedeutung wiedergegeben. Einen Teil der Bedeutung wenigstes.
- Armut hiess ja bis dahin: Kirchliche Ettikette, vom schwarzen Golf bis zum Bischofspalast.
- Liebe war, Normenvollzug an Schwachen und Abweichlern als "wahre" Liebe.
- Engagement war Apell.
Schon ist die Versuchung da, aus den Worten des Franz eine PR-Kampagne für die Kirche zu machen statt die Armseligkeit dieser Geste, das Unzureichende der Bemühung, die Allgegenwart des Übertönt-Seins stehen zu lassen damit wenigstens einzelne Worte wieder sagen, was sie bedeuten. Entgegen des Ettikettenschwindels, der an der Tagesordnung ist.
"Ettikettenschwindel", was für ein Wort, unserer Wahrnehmung meilenweit voraus!
Der Zugang zum Wort führt nur über das eigene Erleben, das Eingestehen einer Wirklichkeit, die vom Gesagten abweicht.
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