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Donnerstag, 2. Mai 2013
Donnerstag, 2. Mai 2013
kuehnesmallworld, 19:36h
„Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“ Dies Zitat des Psychologen Paul Watzlawick drängt sich immer wieder auf, besonders im Marketing, das ja ein operatives Handwerk ist. In den Zeiten des Druckes landen Werbebroschüren en masse im Briefkasten, in Zeiten des Internets News- und andere Letter zuhauf in der mailbox. In beiden exemplarischen Fällen bleibt der Auftrag des Marketings, in Erinnerung zu kommen und zu bleiben, auf der Strecke der Wiederholung und der Langweiligkeit. Unser Hammer heute ist die individualisierbare Kommunikation (gern mit Hilfe der Informationstechnik), unser Problem ist die individuelle Ansprache. Dazu braucht man erstmal individuelle, ansprechende Worte, damit sie auffällt und haften bleibt, die begehrte Marketing-Ansprache.
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Freitag, 15. März 2013
Freitag, 15. März 2013
kuehnesmallworld, 08:37h
Kreation (zum Geschmack vgl. 18.02.2013).
In Rezepten ist viel von Creation die Rede, weniger von Kreativität, denn es geht um das neue Produkt: das neue Geschmackserlebnis.
Sie wissen, wie Rosenkohl schmeckt? Sie wissen wie Parmesankäse schmeckt? Sie haben den Geschmack auf der Zunge, wenn Sie das lesen, den von Rosenkohl und den von Parmesan. Jedenfalls, wenn Sie erwägen, eins von beiden anzurichten. Wie schmeckt denn Blumenkohl mit Parmesankäse? Keine Ahnung? Was sagen denn Ihre Geschmacksnerven? Die sagen tatsächlich was. Die kombinieren Blumenkohl mit Parmesankäse, ohne dass sie einen Löffel angefasst haben. Aus zwei Geschmackseindrücken wird ein dritter. Völlig virtuell.
Man nehme: Den Geschmack von Rosenkohl. Man nehme: Den Geschmack von Parmesan. Man nehme andere Kocherfahrungen. Zum Beispiel: Rosenkohl mit Butter, da hat man das Sämige oder Tomatensauce mit Parmesan, da hat man das Gemüsige. Oder was Ihnen sonst so auf der Zunge ihrer Koch- und Kulturerfahrungen zergeht.
Das ist aber noch nicht alles. Ihr virtuelles Geschmackserlebnis Rosenkohl mit Parmesankäse beschäftigt sich - ebenfalls virtuell - mit Ihrer Anregung, zum Beispiel Schinkenwürfel dazu zu tun, angebratene Schinkenwürfel. Alles ins Gehirn geben, gut umrühren, etwas verfeinern und siehe da, fertig ist die neue Creation. Völlig virtuell.
Geschmacksnerven an Grosshirn: Könnte schmecken. Und sie machen sich ans Werk.
Ihre Kreation ist eine Gehirnfunktion, bevor sie in der Praxis verändert, weiterentwickelt wird, was sie wiederum auf neue Ideen bringt. Sie finden Geschmack. An Ideen, an Substanzen, an Gerüchen, an Atmosphäre. Liegt ja auch alles nah beieinander. Im Hirn.
In Rezepten ist viel von Creation die Rede, weniger von Kreativität, denn es geht um das neue Produkt: das neue Geschmackserlebnis.
Sie wissen, wie Rosenkohl schmeckt? Sie wissen wie Parmesankäse schmeckt? Sie haben den Geschmack auf der Zunge, wenn Sie das lesen, den von Rosenkohl und den von Parmesan. Jedenfalls, wenn Sie erwägen, eins von beiden anzurichten. Wie schmeckt denn Blumenkohl mit Parmesankäse? Keine Ahnung? Was sagen denn Ihre Geschmacksnerven? Die sagen tatsächlich was. Die kombinieren Blumenkohl mit Parmesankäse, ohne dass sie einen Löffel angefasst haben. Aus zwei Geschmackseindrücken wird ein dritter. Völlig virtuell.
Man nehme: Den Geschmack von Rosenkohl. Man nehme: Den Geschmack von Parmesan. Man nehme andere Kocherfahrungen. Zum Beispiel: Rosenkohl mit Butter, da hat man das Sämige oder Tomatensauce mit Parmesan, da hat man das Gemüsige. Oder was Ihnen sonst so auf der Zunge ihrer Koch- und Kulturerfahrungen zergeht.
Das ist aber noch nicht alles. Ihr virtuelles Geschmackserlebnis Rosenkohl mit Parmesankäse beschäftigt sich - ebenfalls virtuell - mit Ihrer Anregung, zum Beispiel Schinkenwürfel dazu zu tun, angebratene Schinkenwürfel. Alles ins Gehirn geben, gut umrühren, etwas verfeinern und siehe da, fertig ist die neue Creation. Völlig virtuell.
Geschmacksnerven an Grosshirn: Könnte schmecken. Und sie machen sich ans Werk.
Ihre Kreation ist eine Gehirnfunktion, bevor sie in der Praxis verändert, weiterentwickelt wird, was sie wiederum auf neue Ideen bringt. Sie finden Geschmack. An Ideen, an Substanzen, an Gerüchen, an Atmosphäre. Liegt ja auch alles nah beieinander. Im Hirn.
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Donnerstag, 28. Februar 2013
Donnerstag, 28. Februar 2013
kuehnesmallworld, 08:36h
Peerlusconi, Bärlusconi, Berlusconi oder wer? Wortspiele, die seit gestern an unser Ohr dringen. Witzige Assoziationen, die einem Kind ein Lächeln und unsereinem ein Grinsen abnötigen. Sagt man doch: abnötigen? Man will eigentlich nicht, muss aber dann doch. „Muss aber“. So kommen politisches und anderes Geschehen heute rüber: Grau, abgeschliffen, langweilig. Da ist es schon was, wenn zur Abwechslung mal ein Bär durch Dorf getrieben wird.
Und das bei der Daueraufregung, die medial an der Tagesordnung ist! Die Wirkung der Medien steht im umgekehrt-proportionalen Verhältnis zur Aufgeregtheit, die sie veranstalten. Denn im Ergebnis will keiner mehr anecken, keiner mehr auffallen. Zum Mainstream drängt, am Mainstream hängt doch alles. Es sei denn ich will mich proflieren, dann werde ich grenzwertig, um der Wirkung willen.
Und weil die Wirkung im Vordergrund steht, verblassen die Farben, verklingen die Schreckensschreie. Was berichtet wird, wird auf eine merkwürdige Weise substanzlos. wird schemenhaft. Wir sind uns garnicht mehr sicher, ob das, was wir erleben, überhaupt noch wirklich ist. Weil wir an uns selbst immer weniger Gefühlseindrücke registrieren. Darum kann uns in diesen grauen Tagen wenig mehr hinterm Ofen hervorlocken, während vor der Tür das Gemetzel tobt.
Und das bei der Daueraufregung, die medial an der Tagesordnung ist! Die Wirkung der Medien steht im umgekehrt-proportionalen Verhältnis zur Aufgeregtheit, die sie veranstalten. Denn im Ergebnis will keiner mehr anecken, keiner mehr auffallen. Zum Mainstream drängt, am Mainstream hängt doch alles. Es sei denn ich will mich proflieren, dann werde ich grenzwertig, um der Wirkung willen.
Und weil die Wirkung im Vordergrund steht, verblassen die Farben, verklingen die Schreckensschreie. Was berichtet wird, wird auf eine merkwürdige Weise substanzlos. wird schemenhaft. Wir sind uns garnicht mehr sicher, ob das, was wir erleben, überhaupt noch wirklich ist. Weil wir an uns selbst immer weniger Gefühlseindrücke registrieren. Darum kann uns in diesen grauen Tagen wenig mehr hinterm Ofen hervorlocken, während vor der Tür das Gemetzel tobt.
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