Mittwoch, 20. Februar 2013
Mittwoch, 20. Februar 2013
Kürzlich bin ich auf den Architekten und Ton-Raum-Künstler Bernard Leitner gestossen, der erst in jüngster Zeit zunehmende Beachtung erfährt.

Bernhard Leitner hat bereits Ende der 1960er Jahre in New York die erste Ton-Raum-Skulptur oder Architektur – eine aus mehreren Kanälen gespeiste Klangarchitektur – entworfen, ohne dass es damals die technischen Möglichkeiten ihrer Realisierung gab
(http://www.art-in-tv.de/videoplaytv.php?id=1362).

Der Clou daran: Leitner hat Erfahrungen vorweggenommen und -gesehen, ohne damals schon über die technische Realisierung zu verfügen, über die er ca. 2-3 Jahrzehnte später verfügte. Die Vorstellungsmöglichkeit begann sich bereits zu entwickeln, so könnte man formulieren, die technische Umsetzung dagegen erfolgte erst später.

Leitner geht es um das Erfahren von Klang im Raum, ein Thema dass im Bereich Elektromobilität (Motorengeräusche) oder BAU (neue Werkstoffe) zur Zeit gerade aktuell wird.

Leitner fragt im Zusammenhang mit seiner Klang-Raum-Arbeit:
"Welcher zwischenmenschliche Dialog wird angeregt? Mit welcher aus uns selbst erfahrenen, gehörten Stimme beziehungsweise Sprache?" (in: Klang als Baumaterial. Zur Austellung TONRAUMSKULPTUR im Hamburger Bahnhof, Berlin, 2008).

Für meinen wortlastigen Marketing-Blog interessant: Da landet einer, von der Architektur und der Kunst herkommend, bei der Sprache, beim Wort (nicht beim Bild, nicht bei der Visualisierung). Wenn es also möglich ist, in dieser Weise Vorstellungen vorwegzunehmen, dann kann auch Marketing im Vorgriff auf Entwicklungen angelegt sein.

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