Mittwoch, 6. April 2011
Mittwoch, 6. April 2011
„...der verwerflichste Job ist der des Werbefachmanns, direkt gefolgt von dem des Produktdesigners“ diesen Satz von sich zu geben, wie der Designphilosoph Victor Papanek, ist das eine (http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Papanek), ihn auf der Homepage einer Design-Agentur zu lesen, das andere, das zumindest von der Lust am Widerspruch zeugt (http://www.rugwind.de/wir-ueber-uns). Ok, Gegensätze provozieren, haben also im Werbemarkt ein Menge zu suchen.

Positive Ausnahmen, wie diese, bestätigen leider die Regel, und die Regel lautet, dass wir uns meist mit Provokationen zufrieden geben, die nie im Leben ein Hirn erreichen (s. 29. 03. 2011). Provokationen, die es nie im Leben zu neuen Verschaltungen der Neuronen, zu neuen Synapsen bringen, wie es die Neuropsychologen so gerne hätten. Angebliche Provokationen, die sich zu wirklichen Provokationen verhalten wie der Gaumenkitzler zum Erbrechen.

Dass heute auch Moral, Philosophie und Werbung miteinander verschaltbar sind, dürfte keine Synapse mehr aufregen. Ob aber die selbst vorgenommene „Rufschädigung“ auf der eigenen Homepage auch tatsächlich als „Verkaufsschädigung“ zu Buche schlägt oder nicht viel eher das Gegenteil bewirkt, darüber streiten die Synapsen noch.

... link