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Mittwoch, 23. März 2011
Mittwoch, 23. März 2011
kuehnesmallworld, 19:34h
Kaum war die geistige Flugverbotszone durchgesetzt, Ruhe eingekehrt im Luftraum über dem Problem, meldete sich unser Aussenminister aus dem Cockpit eines Tieffliegers:
Niemand solle denken, eine Flugverbotszone sei wie ein Verkehrsschild, das aufgestellt werde. Dachte wohl auch niemand - jedenfalls bis dahin. Aber jetzt war es sozusagen offiziell verboten so zu denken, der Bogen, der um das Problem herum zu machen war, war jetzt amtlich. Denke keiner, dass einfach deshalb, weil verboten sei zu denken, es auch keiner denke. Im Gegenteil: Jetzt wusste jeder, dass er selbst auch so dachte.
Denke niemand „da stünde ein Verkehrsschild“, „das Leben sei ein Honigschlecken“, die Diktatur „ein Paradies“, so oder so ähnlich lauten die offiziellen Imperative in Geschichte und Gegenwart. Diese Lügen sind nicht bloss Lügen, es sind Lügen zweiter Ordnung: das Lügen der Lüge. Jetzt wissen wir, dass wir es garnicht denken wollen. Nun ist es unsere Lüge.
Niemand solle denken, eine Flugverbotszone sei wie ein Verkehrsschild, das aufgestellt werde. Dachte wohl auch niemand - jedenfalls bis dahin. Aber jetzt war es sozusagen offiziell verboten so zu denken, der Bogen, der um das Problem herum zu machen war, war jetzt amtlich. Denke keiner, dass einfach deshalb, weil verboten sei zu denken, es auch keiner denke. Im Gegenteil: Jetzt wusste jeder, dass er selbst auch so dachte.
Denke niemand „da stünde ein Verkehrsschild“, „das Leben sei ein Honigschlecken“, die Diktatur „ein Paradies“, so oder so ähnlich lauten die offiziellen Imperative in Geschichte und Gegenwart. Diese Lügen sind nicht bloss Lügen, es sind Lügen zweiter Ordnung: das Lügen der Lüge. Jetzt wissen wir, dass wir es garnicht denken wollen. Nun ist es unsere Lüge.
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