Montag, 21. März 2011
Montag, 21. März 2011
Lass die Texte Revue passieren,
lass die Worte tanzen,
schau dir die Choreografie an.

Den Rhythmus, die Bewegung der Worte:
annähernde, zustimmende,
ablehnende, abrupt abwehrende
Bewegung und Gegenbewegung.

Welches Wort führst du im Mund?
Wo hast du es gefunden?
Was hast du gesehen?
Mit wem hast du geredet?

Ja, ja: Moral, Verantwortung, Wahrheit.
Nein, nein: du kannst den Worten nicht trauen.
Aber hören, ganz allein, wenns sein muss, was sie dir zu sagen haben, was sie zu schleimen,
zu lügen, zu verführen haben, solltest du schon.
Was denkst du dir dabei, auch wenn du sie dir verbieten musst?
Ja, ja: Die Mörder lassen das Terrain durch Worte erkunden.
Nein, nein: Die Wortverbieter haben die Welt noch nie gerettet.

Nur ein Wort, das aus der Reihe tanzt, sorgt noch für Aufmerksamkeit. Denn die Erkenntnisse sind uns mittlerweile so weit vorausgeeilt, dass die Verbindung zum Hauptfeld abgerissen ist.

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